Die Spannung war groß, als am Dienstag, dem 1. Juni im Studio 44 der Österreichischen Lotterien in Wien die glücklichen Gewinner des diesjährigen TRIGOS – der Auszeichnung für Unternehmen mit Verantwortung – bekannt gegeben wurden. Hunderte Vertreter aus Wirtschaft, Politik und NGOs sowie Entscheidungsträger und Meinungsbildner rund um das spannende Thema Corporate Social Responsibility (CSR) waren anwesend.
TRIGOS-Gewinner 2010
Die Gewinner des TRIGOS 2010 in den unterschiedlichen Kategorien nahmen Dienstag Abend stolz die wichtigste Auszeichnung im Bereich Corporate Social Responsibility entgegen. Der TRIGOS in der Kategorie Arbeitsplatz ging an das steirische Unternehmen ÖKOTECH Produktionsgesellschaft für Umwelttechnik mbH für das Projekt Integrative Kollektorproduktion. Der TRIGOS in der Kategorie Gesellschaft ging dieses Jahr nach Niederösterreich. Die EVN AG erhielt für ihr Projekt in Bulgarien Stolipinovo - Fallbeispiel Stakeholderdialog die TRIGOS-Trophäe. Ökofaires Modedesign aus Österreich von der Wiener Firma Göttin des Glücks OG überzeugte die Jury in der Kategorie Markt. Göttin des Glücks ist Österreichs erstes ökofaires Modelabel. Den TRIGOS in der Kategorie Ökologie konnte die 1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft mit ihrem Projekt Bierige Nachhaltigkeit nach Murau in die Steiermark holen. Den diesjährigen von Microsoft Österreich gestifteten Sonderpreis "Maßnahmen gegen Armut und soziale Benachteiligung" erhielt die Mondi AG für ihr Projekt Integration durch Bildung.
Zahlreiche Ehrengäste bei der TRIGOS-Gala
Die Preisträger und Nominierten bekamen auf der Bühne von folgenden Vertretern der TRIGOS-Trägerorganisationen und Ehrengästen die Trophäen bzw. die Urkunden überreicht: StS Christine Marek (BMWFJ), BM Rudolf Hundstorfer (BMASK), BM Niki Berlakovich (Lebensministerium), Vorstandsvorsitzender Herbert Stepic (RZB Group), Vorstand Dietmar Hoscher (Casinos Austria), GS Anna Maria Hochhauser (WKÖ), Präsident Veit Sorger (IV), Andreas Reinisch (Business Data Consulting Group), GS Wolfgang Kopetzky (Rotes Kreuz), stv. GF Maria-Theresia Unterlercher (SOS-Kinderdorf), Präsident Gerhard Heilingbrunner (Umweltdachverband), Direktor Michael Chalupka (Diakonie), Präsident Franz Küberl (Caritas), Außenpolitik-Ressortleiter Christian Ultsch (Die Presse), Roman Mesicek (respACT), Obmann Alfred Harl (FV Unternehmensberatung und IT der WKÖ) und GF Petra Jenner (Microsoft Österreich).
Gewinnerlandkarte
Im Rahmen der Gala wurde ebenso eine überdimensionale Landkarte Österreichs mit Lichtpunkten für jeden einzelnen TRIGOS-Gewinner der letzten sieben Jahre aufgebaut. Diese visualisierte nicht nur die geografische Verteilung der Prämierten, sondern auch deren Rolle als Botschafter gelebten gesellschaftlichen Engagements. Unter www.trigos.at/landkarte können alle ehemaligen TRIGOS-Gewinner auf einen Klick gefunden werden.
TRIGOS-Trophäen designt von gabarage upcycling design
Die Gewinnertrophäen sind Unikate aus wiederverwerteten Materialien von gabarage upcycling design, einem sozialökonomischen Betrieb, der Langzeitarbeitslose in den Regelarbeitsmarkt reintegriert.
Einreichrekord 2010
Die Nominierten und Gewinnerunternehmen sowie die zahlreich erschienenen Gäste im Studio 44 bewiesen bei der TRIGOS-Gala, dass dem Thema CSR immer größere Bedeutung zukommt. „Der diesjährige Einreichrekord demonstriert eindrucksvoll, dass österreichische Unternehmen auch und gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen“ bekräftigt die TRIGOS-Trägerplattform.
Die Kategorien
Der TRIGOS holt alljährlich herausragende Beispiele für gesellschaftliches Engagement von Unternehmen vor den Vorhang und fungiert somit als eine Bestandsaufnahme von CSR in Österreich. In insgesamt vier Kategorien (Arbeitsplatz, Markt, Gesellschaft und Ökologie) wurde 2010 je ein Unternehmen ausgezeichnet, das unabhängig von der Unternehmensgröße das beste Projekt und das ganzheitlichste CSR-Engagement aufwies. Neben den vier Hauptkategorien wurde auch heuer wieder ein Sonderpreis in Kooperation mit Microsoft Österreich vergeben, diesmal zum Thema „Maßnahmen gegen Armut und soziale Benachteiligung“.
Die Bewertung
Die Jury, bestehend aus Vertretern der TRIGOS-Trägerorganisationen und externen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, zeigte sich begeistert von der Qualität der diesjährigen Einreichungen und insbesondere der Nominierten- und Gewinnerprojekte. Die Einreichungen wurden nach einem klar definierten Punkteschema bewertet, wobei insbesondere Kriterien wie der Innovationscharakter des eingereichten Projektes, die Einbindung der Mitarbeiter und Stakeholder sowie die Integration von CSR ins Kerngeschäft einbezogen wurden.
„Wir legen großen Wert darauf, dass Unternehmen, die sich um die TRIGOS-Auszeichnung bewerben nicht nur einzelne Maßnahmen setzen, sondern ihre gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmensphilosophie wahrnehmen und in alle Bereiche ihres Handelns einbinden. Nur so kann CSR funktionieren“, so die TRIGOS-Jury.
Die TRIGOS-Plattform
Die Glaubwürdigkeit des TRIGOS, der wichtigsten österreichischen Auszeichnung im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR), lebt vor allem vom Engagement der Initiatoren, einer einzigartigen Plattform aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die TRIGOS-Trägerorganisationen sind: Rotes Kreuz, Caritas, SOS-Kinderdorf, Umweltdachverband, Diakonie, Wirtschaftskammer Österreich, Industriellenvereinigung, Business Data Consulting Group, respACT und Die Presse.
TRIGOS Regional
Auch in diesem Jahr wurden wieder regionale Auszeichnungen in Kärnten und in der Steiermark vergeben. Mit insgesamt über 78 Einreichungen setzen die beiden südlichen Bundesländer ein starkes Signal in Richtung Nachhaltiges Wirtschaften. Die Gewinner des TRIGOS Kärnten wurden am 11. Mai in Velden geehrt, die TRIGOS Steiermark-Gewinner am 20. Mai in Graz. Alle regionalen Teilnehmer hatten zusätzlich die Möglichkeit, mit dem bundesweiten TRIGOS ausgezeichnet zu werden.
Die Gewinner des TRIGOS 2010 im Detail:
ARBEITSPLATZ
ÖKOTECH Produktionsgesellschaft für Umwelttechnik mbH
Integrative Kollektorproduktion
Das Projekt der ÖKOTECH Produktionsgesellschaft besticht durch die langfristige Ausrichtung und die damit verbundene nachhaltige Verankerung im Unternehmen. Auf vorbildliche Weise wurde ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Menschen mit Behinderung erfolgreich ins Unternehmen und gleichzeitig in den 1. Arbeitsmarkt integriert. So schuf die ÖKOTECH Produktionsgesellschaft qualifizierte Dauerarbeitsplätze in einer zukunftsträchtigen Branche, die außerdem großen Nutzen für die Umwelt stiftet. Die Jury beeindruckte das außerordentliche soziale Engagement, das für ein im Wettbewerb stehendes Unternehmen überdurchschnittlich groß ist. Durch die Herstellung eines ökologisch sinnvollen Produktes, nämlich Sonnenkollektoren, ist überdies die Verankerung von CSR im Kerngeschäft gewährleistet.
GESELLSCHAFT
EVN AG
Stolipinovo - Fallbeispiel Stakeholderdialog
Durch die Einführung von europäischen Standards der Stromversorgung konnte die EVN die Grundbedürfnisse einer Romasiedlung in Bulgarien decken. Das Projekt der EVN ist ein Vorzeigebeispiel für gelungene Stakeholdereinbindung: Durch intensiven Dialog mit der ansässigen Bevölkerung und Einbindung lokaler NGOs konnte die Infrastruktur erneuert, der Energieverbrauch reduziert und gleichzeitig die Zahlungsmoral verbessert werden. Während die Bewohner der Roma-Siedlung von einer besseren Energieversorgung und kostenlosen Schulungen zum Energiesparen profitieren, konnte die EVN die Zahlungsrate von 3 auf 85% erhöhen. Die Jury beeindruckten insbesondere die messbaren Ergebnisse, die die EVN durch die Integration von CSR ins Kerngeschäft erzielen konnte.
MARKT
Göttin des Glücks OG
Ökofaires Modedesign aus Österreich
Als Österreichs erstes ökofaires Modelabel hat das Jungunternehmen Göttin des Glücks nicht nur Pioniercharakter, sondern setzt ganz neue Maßstäbe in der Textilbranche. Das Label verarbeitet ausschließlich fair produzierte Biobaumwolle, berücksichtigt in der gesamten Produktionskette soziale und ökologische Kriterien und kombiniert dies mit modernem Design. Die Jury würdigt die konsequente Umsetzung von CSR auf allen Ebenen sowie das außerordentliche persönliche Engagement der vier Gesellschafterinnen. Das Projekt von Göttin des Glücks hat nicht nur Signalwirkung auf eine Branche, in der CSR noch kaum Fuß gefasst hat, sondern trägt auch wesentlich zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft bei.
ÖKOLOGIE
1.Obermurtaler Brauereigenossenschaft in Murau
Bierige Nachhaltigkeit
Die 1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft in Murau beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit im Produktionsbereich. Das Resultat dieses Engagements ist eine beeindruckende Anzahl an ökologischen Zertifikaten und Maßnahmen sowie eine lückenlose Integration von CSR in der gesamten Lieferkette. Konsequent werden dabei die Kriterien regional, biologisch und klimafreundlich verfolgt. Das Unternehmen ist
aber nicht nur in ökologischer Hinsicht Vorreiter in der Region. Ein ausgezeichneter Nachhaltigkeitsbericht sowie umfassende Maßnahmen für die Mitarbeiter überzeugten die Jury ebenfalls.
SONDERPREIS
Mondi AG
Integration durch Bildung
Das Projekt von Mondi setzt dort an, wo bereits frühzeitig Armut und sozialer Ausgrenzung vorgebeugt werden kann: Durch Aus- und Weiterbildung in sogenannten Lerncafés, durch Elternarbeit und „soziales Lernen“ wird benachteiligten Jugendlichen die Integration und somit auch der soziale Aufstieg erleichtert. Mondi hat Bildung als effektive Präventionsmaßnahme gegen Armut und Arbeitslosigkeit erfasst und dies in drei beispielhaften Projekten in Kooperation mit der Caritas und unter Einbindung engagierter Mitarbeiter umgesetzt. Mit der Verleihung des Sonderpreises an das Projekt von Mondi setzt die Jury ein Zeichen, dass Armut auch in Österreich ein akutes Problem darstellt, dem sich jedoch Unternehmen wirkungsvoll und qualifiziert widmen können.
Daten und Fakten zum TRIGOS 2010:
Preisverleihung: im Rahmen der TRIGOS-Gala am 1. Juni 2010 im Studio 44 der Österreichischen Lotterien in Wien
TRIGOS Steiermark-Gala am 20. Mai 2010 in der Alten Universität in Graz
TRIGOS Kärnten-Gala am 11. Mai 2010 im Casineum in Velden am Wörthersee
Teilnahmeberechtigt sind österreichische Unternehmen, die Mitglied der Wirtschaftskammer sind.
Weitere Informationen sowie die Teilnehmer und Nominierten des TRIGOS (inklusive Projektbeschreibungen und Jurybegründungen) sind unter www.trigos.at/nominierte abrufbar.
Alle TRIGOS-Gewinner der letzten sieben Jahre finden Sie in Form einer Landkarte unter www.trigos.at/landkarte.
Der Sonderpreis wird von Microsoft Österreich gestiftet, die Kategorie Gesellschaft von der RZB Group und die Kategorie Markt vom Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich gewidmet.
Als Sponsoren fungieren Casinos Austria, Österreichische Lotterien, Telekom Austria und Gugler cross media. Der TRIGOS Kärnten und Steiermark wird in Kooperation mit der BKS Bank vergeben.
Kontakt/Rückfragehinweis und Bildmaterial:
TRIGOS-Büro
Mag. Bettina Steinbrugger
c/o respACT - austrian business council for sustainable development
Herrengasse 6-8/6/1/3
1010 Wien
Tel: 01 710 10 77 13
Fax: 01 710 10 77 19
Email: office@trigos.at
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