Rund 150 Staats- und Regierungschefs sind vom 6. - 8. September 2000 am Sitz der Vereinten Nationen in New York zusammengekommen, um die wichtigsten Herausforderungen der Vereinten Nationen in den kommenden Jahrzehnten zu erörtern und die Rolle der Weltorganisation im 21. Jahrhundert festzulegen. Zu den vordringlichsten Problemen unserer Zeit, auf die das bisher größte Treffen von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs in der Geschichte einging, gehörten die Fragen, wie Milliarden Menschen aus bitterster Armut befreit, wie die Friedenseinsätze der Vereinten Nationen verbessert und wie globale Umweltprobleme wirksamer angegangen werden können.
Generalsekretär Kofi Annan hatte den Staats- und Regierungschefs in seinem Millenniumsbericht "Wir, die Völker: Die Rolle der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert" vorgeschlagen, sich auf ihrem Gipfel zu einer Reihe konkreter Zielsetzungen zu bekennen, etwa bis zum Jahr 2015 die Zahl der in extremer Armut lebender Menschen zu halbieren, die Ausbreitung von HIV/AIDS einzudämmen und die gleichberechtigte Grundbildung für Jungen und Mädchen sicherzustellen. Diese Ziele gehören zu einem Aktionsplan, der dafür sorgen soll, dass die Globalisierung allen Menschen Vorteile bringt. In der Abschlusserklärung des Gipfels wird die Globalisierung als "die zentrale Herausforderung unserer Zeit" bezeichnet. Zur künftigen Rolle der Vereinten Nationen bekennen sich die Staats- und Regierungschefs erneut zu den Zielen der Weltorganisation und bekräftigen aus diesem historischen Anlass feierlich, dass "die Vereinten Nationen die unverzichtbare Begegnungsstätte der gesamten Menschheitsfamilie sind" und dass sie sich bemühen werden, durch die Vereinten Nationen den "universellen Bestrebungen nach Frieden, Zusammenarbeit und Entwicklung konkrete Gestalt zu verleihen".
